KVHBF Vitrinen
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Dialog 3:
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Laura Mahnke & Alexandra Tretter

5. Dezember, 18:00 Uhr — 20. Dezember 2020

Vitrinen
Laura Mahnke & Alexandra Tretter

Überlagerungen, Verformungen, Öffnungen, Oberflächen, Strukturen - die Symboliken Alexandra Tretters und die materialbezogenen, seltsam fremd erscheinenden Formen Laura Mahnkes gehen als verschiedenartige Annäherungen an weibliche Körperlichkeit in den KVHBF Vitrinen einen engen Dialog ein. Sie eröffnen einen atmosphärischen, aber auch rigorosen Interpretations- und Reflexionsspielraum.
Ausgehend von ihrer beider Rollen als Mutter und Künstlerinnen, treten Laura Mahnke und Alexandra Tretter in eine dialogische Auseinandersetzung über ähnliche Erfahrungen und unterschiedliche Umgangsweisen damit, über tabuisierte Themen, idealisierte Mutterliebe und die gesellschaftliche (Unter)Bewertung von Mutterschaft. Eine Ambivalenz aus Nähe und Distanz zieht sich durch ihre Vitrinenaustellung, die sich nicht zuletzt auch in dem Verhältnis zwischen autark und gemeinsam zeigt, das sie für ihre Werke gewählt haben und das sich auch im Verhältnis von Mutter und Kind wiederfindet. In der Vitrine der HFBK zeigen die beiden Künstlerinnen entsprechend keine eigenen Werke, sondern Zeichnungen und Malereien ihrer Kinder. So thematisieren Mahnke und Tretter Veränderungen und Verbindungen zwischen Frau und Mutter, ebenso wie die gemeinsame Reise von Mutter und Kind durchs Leben – eine Analogie zum Bahnhof als Ort von Ankunft, Abfahrt und Verbindungen. Der öffentliche Raum der Vitrinen wird zum Schauplatz um die Wertschätzung der sowohl körperlichen als auch seelischen weiblichen Kraft sichtbar zu machen.

In Laura Mahnkes (*1991 lebt und arbeitet in Hamburg) Arbeiten können Materialien zu Metaphern oder Analogien werden. Das Formen der Materialien verbildlicht Emotionen oder körperliche Zustände. Durch die fotografische Annäherung an ein Objekt und das Verfremden der aufgenommenen Bilder entstehen neue Interpretationsräume.

Die künstlerischen Arbeiten von Alexandra Tretter (*1988, lebt und arbeitet in Berlin) bestehen aus der Untersuchung eines von ihr entwickelten Symbols, dass den Mund, das Auge, die Vulva, das Ei und die Mandorla in sich vereint welche als sowohl plakative als auch meditative Grundlage dienen, Reflexionen zu schaffen.

Podcast
Feminism: Federica Bueti & Karolin Meunier 
(in englischer Sprache)



Weiterlesen: Podcast Feminism 


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