ABYSSAL
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Aufzeichnungen aus dem ABYSSAL #5 - #8

21. November 2020 — 31. Januar 2021

Streamingzeiten: Mittwoch - Sonntag, 14 - 18 Uhr
Am ersten Ausstrahlungstag live, danach als Aufzeichnung.

Zum Stream hier

Das ABYSSAL hat sich eingerichtet auf seiner Schwelle: Der Schwelle zwischen realem und digitalem Raum und sendet in einem wechselndem Programm aus der Bar des Kunstvereins. Es werden verschiedene Künstler*innen zu Gast sein mit Text-Beiträgen, Sounds und Live-Aufnahmen.
Der BAD BOY JESUS CITY SWIMMERS CLUB wird dafür auftauchen aus dem ABYSSAL, der bodenlosen Tiefe des Ozeans, und die Gäste empfangen.

PROGRAMM

16.1. - 24.1.2021
Julie Gufler (Text)
Hye-Eun Kim (Klang)

Julie Gufler (*1983) liest tatsächlich die Texte, die man ihr bei einer Ausstellungseröffnung oder in der Galerie reicht. Im Laufe ihres fünfjährigen Kunsthochschulstudiums war das eine ganze Menge Duh, Ähem und Blabla. Um das zu ändern, begann sie, eigene Ausstellungstexte für Kommilitonen und Kommilitoninnen zu schreiben, deren Arbeiten sie bewunderte. Heute lebt und arbeitet sie als Dichterin und Übersetzerin des französischen Symbolismus auf der dänischen Insel Ærø. Außerdem lehrt sie neue Generationen von aufstrebenden Künstlern, wie das Schreiben einen Sinn für die eigene Kunst ergeben kann. Und gelegentlich (wenn sie unersetzlich verliebt ist oder mit purem Gold bezahlt wird) antwortet sie immer noch auf andere Künstler*innen und deren Werke, in Worten und darüber hinaus.

Hye-Eun Kim studiert derzeit an der HfbK in Hamburg und verbindet ihre klassische Musikausbildung mit freier Improvisation und repetitiven Loops zu einer spirituellen Synthese, in der harsche Klänge mit melodischen Motiven kollidieren, um den Raum zwischen Vergangenheit, Gegenwart und einer möglichen Zukunft zu erkunden.

9.1. - 15.1.2021
Anna Grath (Text)
Plastiq (Klang)

Am 9.1. sind Plastiq live zu Gast im ABYSSAL.

Anna Grath (*1983, lebt und arbeitet in Hamburg) ist Bildhauerin. In ihrer Praxis werden Materialien, Objekte und Texte des täglichen Gebrauchs fragmentiert, gezogen, gefaltet, gebogen, geknickt, gebunden, gequetscht, beschnitten und kombiniert. Das Material wird befreit und seiner Aufgaben entledigt, aber auch gezwungen, neue Funktionen zu erfüllen. Am Ende verhalten sich ihre skulpturalen Wandarbeiten oft wie minimalistische Zeichnungen.

Plastiq sind Raphaela Andrade, Lena Geue und Luka Lenzin. Plastiq verschwört sich dem Moment. Ihre Musik ist durchweg frei improvisiert, drei gleichberechtigt agierende Stimmen verweigern sich jeglicher Hierarchie. Aus dem Spiel mit Beats, Stimmen und Tasten formen sie Tracks, die so zum ersten und einzigen Mal erklingen. Hierbei sind Räume, Publikum und Kollaborateure wechselwirkend verantwortlich für das, was entsteht. plastiq erforscht die Schnittstelle von synthetisch und akustisch, von Musik, Video, Performance und Theaterraum, plastiq tönt nach Krautrock und Garage, und nie stellt sich die Frage nach ihrer Sprache.

28.11. - 6.12.2020
Rosanna Graf
(Text)
Lucrecia Dalt
(Klang)

Am 28.11. ist Lucrecia Dalt live zu Gast im ABYSSAL.

Rosanna Graf (*1988, lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin) ist Videokünstlerin, Fotografin und Performerin. Zentral für ihre Arbeit ist das Schreiben und eine Faszination für das Magische und Ungeordnete. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden u. a. in den Deichtorhallen Hamburg/Sammlung Falckenberg, im Kunstraum Kreuzberg, Berlin und dem Kunstverein München gezeigt. Sie ist Preisträgerin des Karl H. Ditze Preises und erhielt das Hamburger Arbeitsstipendium.

Lucrecia Dalt
(*1980, lebt und arbeitet in Berlin) ist eine Musikerin und Klangkünstlerin. Ihre Arbeit ist inspiriert von fiktionalen Welten, von Poesie und Geologie. Ihre Klangarbeiten waren international zu hören, u. a. im Issue Project Room, Pioneer Works in New York, dem Museum of Modern Art in Medellín und dem Mies van der Rohe-Pavillon in Barcelona.

21.11. - 27.11.2020
Stefan Ivanov (Text)
Sebastian Kokus & Thomas Korf (Klang)

Am 21.11. sind Sebastian Kokus und Thomas Korf live zu Gast im ABYSSAL.

Stefan Ivanov (*1986, lebt in Sofia) ist Dichter, Dramatiker und Journalist. Er schreibt allein, zieht es aber vor, andere Künstler in seine Arbeit und Ideen einzubinden. Sein Bühnenwerk beschreibt er als Strukturen, die mit der Präsenz und Unmittelbarkeit des Publikums, der Dichter, Schauspieler, Künstler und Musiker gefüllt sind.
Sebastian Kokus und Thomas Korf (geb. 1982 leben und arbeiten in Hamburg) sind als Musiker unter Anderem 2/3 der Band LOVE-SONGS (Bureau B), die sich seit 2012 mit mehreren Veröffentlichungen im musikalischen Spannungsfeld von improvisatorischen Momentaufnahmen und festgelegten Rastern bewegen.


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Dieses Programm von Mitko Mitkov wird unterstützt vom Hilfsfonds »Kunst kennt keinen Shudown«.

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Mitko Mitkov (*1989, lebt in Hamburg), der den BAD BOY JESUS CITY SWIMMERS CLUB ins Leben gerufen hat, eignet sich in seiner künstlerischen Praxis unterschiedliche Rollen an - Hausmeisterservice, Herausgeber einer Zeitschrift, Kurator, Grafiker, Verleger und Vereinsgründer. Mit ihnen erforscht und beschreibt er zumeist kollaborativ fluide Räume des Sozialen. In ihnen gehen Realismus und Sehnsucht, Gesellschaftskritik und Alltag, Ernsthaftigkeit und Freude am Zusammenkommen Hand in Hand. 


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