Jahresgaben
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INA ARZENSEK
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Ein weißer Rundstab klemmt dank seiner Elastizität zwischen zwei Nägeln. Bei Berührung entlädt sich die spannungsreiche Konstellation und der Rundstab springt aus seiner Fassung. Arzensek verhandelt hier sensibel das Verhältnis von Spannung und Gewicht eines Materials. Das Objekt ist Teil einer Serie von zeichenhaften Wandarbeiten, die sie 2014 entwickelte.

Ina Arzensek inszeniert in einer Vielzahl ihrer Arbeiten Gebrauchsgegenstände zu performativen Objekten. Von der Installation durch die Künstlerin bis hin zur Zerstörung und der Wiederherstellung zeichnen sich die Werke durch ihre Prozesshaftigkeit und Fragilität aus. Klar definierte Handlungsanweisungen legen den Umgang mit der Arbeit fest. Die Anweisung der Künstlerin ist dabei unveränderlich, während die Dauer und der Verlauf durch Fremdeinwirkung und örtliche Faktoren bestimmt sind.

Ina Arzensek (*1982, lebt in Hamburg) war jüngst an der Gruppenausstellung „Flüchtiges" bei BRUCH & DALLAS, Köln (2014) beteiligt. Ihre Arbeiten waren u.a. im Rahmen der JCE-Biennale in Maastricht und Montrouge (2013), in der Galerie Sassa Trülzsch, Berlin (2011) oder am Goldsmiths College, London (2010) zu sehen.