Editionen
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Alex Wissel
viele Grüße, 2018


Alex Wissels Edition basiert auf der Einladungskarte zu seiner Ausstellung „Rheingold. Tun, was zu tun ist“, die in ein großformatiges Aquarell übertragen noch bis 20.1.2019 im Bahnhof den Eingang in den Kunstverein und die Ausstellung markiert.
„Rheingold“ geht vom Fall des Kunsthändlers Helge Achenbach aus, der seine gefälschten Rechnungen vor Gericht als Collagen bezeichnet hatte - ein radikales Verständnis von Beuys Diktum: Jeder Mensch ist ein Künstler? In filmischen Skizzen, einer Webserie (zusammen mit Jan Bonny), Bühnenbildelementen und Zeichnungen wurden Geschichten collagiert, erfunden und improvisiert, die von der sozialen Plastik, Macht, Hochstapeleien und großen Missverständnissen erzählen.
(weitere Infos zur Ausstellung finden Sie hier)

Demokratie und Liberalismus eröffnen in Hinblick auf die in ihr möglichen Freiheits-, Macht-, Arbeits- und Wirtschaftsbegriffe die Bühne, auf der sich ungewohnte Bündnisse bilden, Gegensätze verschwimmen und neue Gegensätze entstehen. In diesem Sinne gehen in Alex Wissels Arbeiten Slogans aus Kunst, Ökonomie und Politik narrative und humorvolle Verbindungen ein. Irgendwo zwischen Werbedisplay, WM, neoliberaler Politik und Wiederhall künstlerisch-aktivistischer Positionen der 1960er Jahre, kreist der ganze „Rheingold“- Komplex stets auch um Versprechen und Träume, die u. A. in den Zeichnungen ihren mantraartigen Niederschlag finden.
So auch in seiner Edition, welche das Motiv der Einladungskarte in eine Buntstiftzeichnung überträgt und mit den Signaturen von Joseph Beuys, Helge Achenbach, Jogi Löw, Jörg Immendorff und Gerhard Schröder zum Sinnbild einer Männergemeinschaft, eines Gesellschaftsporträts aber auch zur individuellen Setzung Einzelner werden lässt. Fragen nach Autorschaft und Verantwortung vermischen sich: Selbst mit am Tisch sitzen wollen, nicht nur der Diener der anderen sein.

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