Exhibition

13:13
Eine Ausstellung des Helms-Museums im Kunstverein Harburger Bahnhof

January 9 — February 6, 2005

Die Sammlung des Helms-Museums birgt neben ihren archäologischen und stadtgeschichtlichen Schätzen auch eine umfangreiche Kunstsammlung, die die Harburger Kunstszene der vergangenen 150 Jahre dokumentiert. Entsprechend seiner Entstehung als heimatgeschichtliches Museum wurden und werden vornehmlich Kunstwerke von Künstler_innen mit einem starken regionalen Bezug gesammelt. Die meisten von ihnen wurden im Harburger Raum geboren oder verbrachten hier einen Großteil ihres Lebens. Neben den Werken von Künstler_innen, die vor allem in Norddeutschland geschätzt und gesamelt werden, finden sich aber auch solche, die sich über die regionalen Grenzen hinaus einen Ruf erworben haben.

Die Sammlung dient nun einem Experiment, dessen Ergebnis in der Ausstellung 13:13 präsentiert wird. Ausgehend von der Idee, dass Landschaften und Orte die Gedanken und Gefühle, die Wahrnehmung und Sichtwelten der in ihr lebenden und arbeitenden Menschen prägen und so auch die künstlerische Inspiration beeinflussen – eine Feststellung, die für die jüngste Zeit ob der globalen Vernetzung nur noch bedingt gilt –, setzt sich eine Gruppe zeitgenössischer, in Harburg arbeitender Künstler_innen mit den Bildwerken ihrer früher hier lebenden Kolleg_innen auseinander. Dabei geht es ihnen auch darum, sich ihrer Wurzeln an ihrem derzeitigen, teils zufällig gewählten Schaffensort bewusst zu werden.

Keiner der Beteiligten hatte sich zuvor mit der früheren Harburger Kunst beschäftigt, und so war die Überraschung groß, als sich wahre Schätze unter den Werken im Helms-Museum fanden. Jeder der dreizehn beteiligten Künstler_innen wählte aus der Sammlung des Museums spontan und nach eigenen Kriterien ein Kunstwerk aus, um in intensiver Auseinandersetzung damit ein neues, eigenes Werk zu schaffen.

Wie bei der Bildauswahl sind die Künstler_innen auch bei der Schaffung ihrer Kunstwerke völlig frei. Da die Beteiligten unterschiedliche Arbeitsansätze verfolgen, kann eine abwechlungsreiche Ausstellung erwartet werden. Neben Werken in Öl oder Acryl entstehen Skultpturen aus verschiedenen Materialien ebenso wie fotografische Arbeiten.