Ausstellungen
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ALEX WISSEL, JAN BONNY
Rheingold. Tun, was zu tun ist.

20. Oktober — 23. Dezember 2018

Seit 2016 arbeitete Alex Wissel zusammen mit dem Regisseur Jan Bonny an der Serie „Rheingold“, die den „Fall Achenbach“ zum Ausgangspunkt nimmt, um die Aushöhlung linker Politik und den Siegeszug des Neoliberalismus anhand von Kunstideologemen, Macht und Spektakel neu zu erzählen - und sie in einem medialen Sittengemälde zu dekonstruieren.

Dabei besteht Rheingold aus zwei verschiedenen Arbeitsprozessen, die parallel und im Verhältnis zu einander umgesetzt werden. In den großformatigen Zeichnungen, die als alternative (Kunst-)geschichtsschreibung gelesen werden können, collagiert Wissel Elemente seines Rechercheprozesses aus Kunst, Politik und Populärkultur.

Die filmischen Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit Jan Bonny. Nachdem bereits zuvor einzelne filmische Skizzen und ein Trailer für das damals noch als Film angedachte Projekt entstanden waren, arbeiteten Wissel und Bonny von Januar bis Mai 2018 für die Volksbühne Berlin an einer weiteren Adaption der Geschichte, die im Juni als 10-teilige Webserie veröffentlicht wurde.

Im Kunstverein Harburger Bahnhof werden im Herbst 2018 erstmalig alle bisherigen Teile von Rheingold in einem theatralen Setting zusammen geführt und somit ein weiteres Kapitel der Seifenoper geschrieben.