Events
_PFI4985_MP.jpg

BABETTE MANGOLTE
The Camera: Je or La Camera: I

Wednesday, July 10, 2013 at 7:00 PM

Babette Mangoltes Rolle als Künstlerin und Bildproduzentin in einer New Yorker Szene aus Avantgardekünstlern, Theater- und Filmemachern ist nicht von der als Chronistin des New Yorker Kunstgeschehens der 1970er und 80er Jahre zu trennen. Durch ihren fotografischen Blick prägt sie bis heute die Rezeption und Historisierung zahlreicher Performances wie denen von u. a. Yvonne Rainer, Trisha Brown oder Robert Whitman. Mangoltes Arbeitsweise folgt dabei stets einem selbst aufgestellten Regelwerk, das den Umfang der Dokumentation, die Perspektive und die nachträgliche Bildauswahl bestimmt. Ihre Methodik legt dar, wie sehr die Kamera als subjektives Instrument eine Rolle spielt, und so lässt sich auch ihr Film „The Camera: Je or La Camera: I“ als Reflexion ihres Arbeitsalltags und ihrer dokumentarischen Praxis verstehen, die unmittelbar an ihre Person und an ihr Umfeld geknüpft ist. Der Film untersucht sowohl das mediale Verhältnis von Film und Fotografie als auch die Relation zwischen Fotografin, Modell und Betrachter: „The spectator becomes the participant at the same time that he sees himself as a spectator being photographed.“ (Babette Mangolte, 2010).

Als einer der Protagonisten im Film taucht auch Stuart Sherman (1945-2001) auf, mit dem Mangolte eine freundschaftliche Beziehung verband. Ihre Fotografien seiner „Spectacles“ aus den 1970er Jahren sind gemeinsam mit Shermans Filmen und Performancedokumentationen noch bis zum 18. August im Kunstverein Harburger Bahnhof zu sehen.

_PFI5010_MP.jpg
_PFI5018_MP.jpg
_PFI5036_MP.jpg
_PFI5022_MP.jpg