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Track_9
Setting the stage: work

March 24 at 11:00 AM — March 24, 2018 at 7:00 PM


Samstag, 24. März 2018, 11 – 19 Uhr
Track _9: Setting the stage: work

Selbstbestimmung, Freiwilligkeit und Kollektivität definieren Diskurse um aktuelle und zukünftige Arbeit. Die Grenzen zwischen privaten und ökonomischen Bedürfnissen werden dabei zunehmend verwischt. Track_9 stellt aktuelle Konzeptionen von Arbeit vor und fragt nach Lesarten von Playground-Architekturen und dehierarchisierten Organisationsstrukturen als entweder zukunftsweisend oder Mechanismen zur Verschleierung sozialer Zwänge.

Programm

11-14 Uhr
Wozu arbeiten wir?

Workshop mit Robert Paschmann (Trainer in Politischer Bildung, Hamburg)
Teilnahme nach persönlicher Anmeldung bis Mittwoch, 21. März 2018: info@kvhbf.de
Kostenfrei. Kinderbetreuung vor Ort auf Anfrage.

Wozu arbeiten wir? Um die Existenz zu sichern? Sozialen Status zu erlangen? Zur Sinnstiftung? Wie prägen unserer Biografien unsere Vorstellung von Arbeit? Ein Vormittag als Einladung zur Entschleunigung, zur Reflexion der eigenen und der gesellschaftlichen Arbeitsmuster und zur Suche nach möglichen Gegenentwürfen.

14 Uhr
Brotzeit mit Erbseneintopf

15 Uhr
Offene Leserunde

mit Alina Schmuch (Künstlerin, Berlin) und Nina Lucia Groß (Kunsthistorikerin, Hamburg)

Es werden gemeinsam Texte gelesen zu Büroarchitektur und gestalteten Arbeitsumfeldern sowie zur (Über-)Affirmation in zeitgenössischen Beschäftigungsformen. Im gegenseitigen Austausch und über Berichte Alina Schmuchs aus ihrer dokumentarischen Praxis wird der Wechselwirkung von räumlichen und ideologischen Bedingungen moderner Arbeitsumfeldern nachgegangen.

17 Uhr
Die Bartleby-Strategie. Gesellschaftlicher Fortschritt durch Karriereverweigerung
Vortrag von Alix Faßmann (Journalistin, Berlin)

Gehört das so? Kommt da noch was? Unter solchen grundlegenden Fragen gründete sich die freie Assoziation „Haus Bartleby - Zentrum für Karriereverweigerung“ in Berlin. Von zaghaft bis radikal vereinten sich Akademiker, Arbeiter, Techniker und Autorinnen in dem Wissen, dass eine Karriere, die ausschließlich eine Entwicklung entlang strenger Verwertungs- und Funktionslogik vorsieht, in der gegenwärtigen, historischen Situation keinen Fortschritt bringt. Mit der höflich bestimmten Absage „I would prefer not to“ aus Melvilles Erzählung „Bartleby, der Schreiber“ entstehen notwendige neue Räume der Verhandlung und Solidarität.
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